Ein kontroverser und unbequemer Text.

 

 

 

 

Ichglaubeaneineneinzigengott.hassgottdd 0220

(credoinunsolodio)

 

 

Monolog von

STEFANO MASSINI

 

Deutsch von Sabine Heymann

1 D / Minimaldek.

 

UA 14. November 2011 Teatro Verdi, Monte San Savino, Arezzo

DSE 14. November 2015 Staatsschauspiel Dresden

Regie Nora Otte

Besetzung: Eden Golan, Professorin für jüdisch-israelische Geschichte / Shirin Akhras, muslimisch-palästinensische Studentin / Mina Wilkinson, amerikanische Soldatin: Cathleen Baumann

 

Nachspielproduktionen: Schauspiel Essen Pr. 02. Oktober 2016; Theater Münster Pr. 30. November 2016; Freies Schauspiel Ensemble Frankfurt Pr. 22. April 2017; Landestheater Tübingen Pr. 15. Oktober 2017

 

 

gottdd 1301Drei Frauenportraits, drei Kulturen, drei Religionen, drei Lebenswege – ein gleiches Schicksal. Ihre Geschichten laufen parallel, scheinbar unvereinbar und trotzdem miteinander verbunden im großen Labyrinth des Heiligen Landes, wo TNT mit der Leichtigkeit von Feuerwerkskörpern explodiert, und Ängste intravenös ins Blut kriechen: Eden Golan, eher liberal denkende Dozentin für hebräische Geschichte, Mina Wilkinson, eine amerikanische Soldatin, die in Tel Aviv ihren Dienst versieht, und schließlich Shirin Akhras, eine 20-jährige palästinische Studentin, die sich radikalisiert und zur Selbstmordattentäterin wird. Sie sind, ohne sich je kennen zu lernen, durch einen Vorfall am 8. April 2003 auf tragische Weise miteinander verbunden: An diesem Tag werden Eden und Shirik von Minas Einsatzkommando erschossen, das ein geplantes Selbstmordattentat verhindern will. Die Perspektiven der drei Frauen könnten unterschiedlicher nicht sein; es ist eben nicht erlaubt, auf der gleichen Seite zu kämpfen, im Spiel der Gegensätze.

 

Massini hat den Theatertext „Ichglaubeaneineneinzigengott.“ 2010 noch vor den blutigen Ereignissen geschrieben, die den jüngsten Konflikt palästinensisch-israelischer Auseinandersetzungen wieder angefacht haben. Der Text ist ein Mosaik von Gefühlen, Gedanken und Stimmungen, vorgestellt in einem Puzzle der Einsamkeit, in dem nichts so sehr überrascht, wie die Konfrontation mit den eigenen Idealen und Überzeugungen.

 

gottdd 0956und das sagte die Presse zu der Inszenierung des Staatsschauspiels Dresden:

 

„Drei Frauen, drei Kulturen und drei Lebensentwürfe aus der Kernschmelze Jerusalems bilden das brisante Stück von Stefano Massini. Einzig und allein Cathleen Baumann spielt alle Rollen in monologischer Form. Ein kontroverser und unbequemer Text. Gerade jetzt ist er wichtiger denn je.“ (Sächsische Zeitung)

 

„Die Regisseurin Nora Otte hat für diesen Monolog gemeinsam mit der Schauspielerin Cathleen Baumann Möglichkeiten gefunden, auch über die Körpersprache sowie in einer überschaubaren, aus Gestängen konstruierten Szenerie (Bühne: Ansgar Präwer-LeMieux) Charaktere aufzuzeigen, ohne sie dabei zu überzeichnen. Wie auch der Text oder die Kostüme von Lisa Edelmann an diesem Abend in sich stimmig sind. Ein sensibler, bemerkenswerter Theaterabend.“ (Dresdner Neueste Nachrichten)

 

Fotos Dresden © Matthias Horn

 

 

und das sagte die Presse zu der Inszenierung des Freien Schauspiel Ensembles Frankfurt:

 

Ichglaube  4Frankfurt„Massini […] wertet nicht. Er gibt keine Antworten, sein Stück ist eher eine einzige verzweifelte Frage nach dem Warum. Ohne polemische Übertreibungen, vor allem aber ganz ohne wohlfeile Psychologisierungen, gibt er dieser Terroristinnen-Stimme Raum, lässt er ihre eigene Wahrheit ohne Einschränkungen und Hinterfragung bestehen. […] Alles so niederschmetternd, dass man kaum gebührend applaudieren kann.“ (FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG)

 

„Das Thema, das der italienische Autor Stefano Massini in dem Einpersonenstück „IchglaubeaneinzigenGott.Hass“ aufgreift, ist erschreckend aktuell“ (FRANKFURTER NEUE PRESSE)

 

„Unbedingt sehenswert“ (STRANDGUT Kulturmagazin)

 

Ichglaube-3 Frankfurt„Virtuos mal die Perspektive der Professorin, mal der Studentin, mal der Soldatin beziehend macht sie klar, wie ähnlich sich die Frauen an vielen Stellen sind, wie unüberbrückbar die Gräben zwischen ihnen und in welchem Idyll wir hierzulande noch immer leben.“ (FRIZZ Das Magazin)

 

Fotos Frankfurt © Felix Holland

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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