Grandiose Premieren in Dresden, Köln, Linz, Luzern, Hannover und nun München

 

Auszeichnungen für LEHMAN BROTHERS

Das Stück wurde am 30. November 2015 im Piccolo Teatro Grassi in Mailand in der Kategorie „Bestes neues italienisches Stück“ mit dem renommierten UBU-Preis 2015 ausgezeichnet. Ebenso wurden die Produktion am Piccolo Teatro Grassi in der Regie von Luca Ronconi als „Beste Produktion des Jahres“, Marco Rossi für das „Beste Bühnenbild“ und Fabrizio Falco als “Neuer Schauspieler unter 35” ausgezeichnet.

 

 

Enorm, tollkühn, nie dagewesen! 

Wie ein moderner Brecht  

 lehman2brothers1413

 

LEHMAN

BROTHERS. 

Aufstieg und

Fall einer Dynastie

 

(Lehman Trilogy I Capitoli del Crollo)

 

 

Stück von

STEFANO MASSINI

  

Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau

var. Besetzung / var. Dek.

 

Deutschsprachige Erstaufführung 05. Juni 2015 Staatsschauspiel Dresden in Koproduktion mit dem Schauspiel Köln

Regie: Stefan Bachmann, Bühne: Olaf Altmann, Kostüm: Barbara Drosihn, Musik: Sven Kaiser, Dramaturgie: Felicitas Zürcher

Mit: Sascha Göpel, Simon Kirsch, Philipp Lux, Ahmad Mesgarha, Thomas Müller, Torsten Ranft, Jörg Ratjen.

 

AKTUELL: 

 

Premiere 29. Juni 2016, Residenztheater München

Regie: Marius von Mayenburg, Bühne und Kostüme: Nina Wetzel, Musik: Malte Beckenbach und Nils Ostendorf. Licht: Gerrit Jurda, Video: Sebastien Dupouey, Dramaturgie: Laura Olivi

Mit: Michele Cuciuffo, Philip Dechamps, Gunther Eckes, Thomas Gräßle, Katrin Röver, Lukas Turtur

 

Tournee 2018/19 a.gon München in Deutschland, Österreich und der Schweiz

 

lehman2brothers1202 „Lehman Brothers“ – der Name gilt seit 2008 als Inbegriff von Zusammenbruch, Insolvenz, Finanzkrise. Doch wer kennt die Geschichte dieser mächtigen US-amerikanischen Investmentbank, die Menschen hinter diesem Label, das zum Mythos des Zusammenbruchs geworden ist?

 

Am 11. September 1844 setzt ein Jude aus Rimpar in Bayern seinen Fuß in das gelobte Land Amerika. Es ist Heyum Lehmann, der mit Betreten der neuen Welt ein neuer Mensch wird: Henry Lehman, denn in Amerika ist alles anders. Er ­eröffnet ein winziges Stoffgeschäft in Montgomery, Alabama, wohin ihm bald seine beiden Brüder folgen. Auf dem Ladenschild „Henry Lehman Tuchwaren und Kleidung“ steht deswegen bald schon „Lehman Brothers“.

 

lehman3brothers2350Schnell und immer schneller und bald in schwindelerregende Höhen wächst der Familienbetrieb. Vom Baumwollhandel über die Investition in andere Geschäftszweige bis zum Giganten an der Wall Street – aus dem Tuchladen wird ein Finanzimperium. 2008 brach die amerikanische Bank „Lehman Brothers“ zusammen und läutete den Kollaps des Finanzmarktes ein. Sie steht für das Platzen der Spekulationsblase, die Gier der Banker und den Beginn einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die die Welt bis heute erschüttert.

 

lehman1brothers0275aVon der Erfindung der Blue Jeans über das Abenteuer der Eisenbahn, die Finanzierung mehrerer Kriege und die Geburt, schließlich die Entfesselung der Wall Street: Über mehr als 150 Jahre, über drei Lehman-Generationen erzählt das eindrucksvolle Epos in epischer Form und fast biblischer Sprache die unglaubliche Erfolgsgeschichte, die zum Alptraum wird.

 

Die temporeiche, mit subtilem Humor angereicherte Erzählung lässt 150 Jahre Zeitgeschichte lebendig werden: die Erfindung der Blue Jeans, das Abenteuer der Eisenbahn, die Gründung der Wallstreet, die Konstruktion der ersten Flugzeuge, die monumentale Verfilmung von «King Kong», die Erfindung derersten Computer, die Ermordung J.F. Kennedys ? in plastischen Szenen und poetischer Sprache entwirft Massini ein präzises Abbild moderner Zeiten. Die Schauspieler schlüpfen in etwa 30 Rollen und nehmen die Zuschauenden mit auf eine Reise durch mehr als ein Jahrhundert. 

 

 

lehman1brothers0868aDrei Jahre lang hat Stefano Massini recherchiert, hat akribisch Unmengen von Material gesammelt, verdichtet und zu einem enormen Textkonvolut gestaltet. Das Ergebnis ist ein atemberaubender Text, der den Weg dieses zum Mythos des Zusammenbruchs gewordenen Unternehmens über drei Generationen nachzeichnet: eine Familien-Saga, die man zugleich als Autopsie des Finanzkapitalismus, der immer substanzloser und abstrakter wird, lesen kann.

 

Stefan Bachmann, geboren 1966 in Zürich, studierte von 1986 bis 1988 Germanistik und allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Zürich, danach setzte er sein Studium in Berlin fort. 1992 gründete er zusammen mit Thomas Jonigk und Lars-Ole Walburg das Berliner Theater Affekt. Seit 1993 Regiearbeiten am Schauspiel Bonn, der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz, dem Züricher Theater am Neumarkt und am Hamburger Schauspielhaus. Zu Beginn der Spielzeit 1998/1999 wechselte Stefan Bachmann als Schauspieldirektor an das Theater Basel. Seit 2001 betätigte er sich auch als Opernregisseur. Seit 2005 arbeitete Stefan Bachmann wieder als freier Regisseur und inszenierte am Wiener Burgtheater, Düsseldorfer Schauspielhaus, Berliner Maxim Gorki und Hamburger Thalia Theater. 2008 erhielt er für seine Inszenierung von Wajdi Mouawads VERBRENNUNGEN den Österreichischen Nestroy-Theaterpreis. 2013 den Nestroy für Jelineks WINTERREISE. Seit 2013/14 ist Stefan Bachmann Intendant am Schauspiel Köln.

 

 

und das sagte die Presse zur Deutschsprachigen Erstaufführung in Dresden:

 

„Kaufen, kaufen, kaufen, heißt die neue Welteinheitsreligion. Dow Jones und DAX haben die zehn Gebote abgelöst, und an die Stelle der alten Götter sind Namen wie Goldman Sachs oder eben Lehman Brothers getreten. Im Epilog kriegen sich die auferstandenen Herren der Lehman-Dynastie kichernd wie die Kinder gar nicht mehr ein bei dem Gedanken, ihrer verstorbenen Bank die Totenehre nach jüdischem Ritus zu erweisen. Ein wachsender Bart, ein zerrissener Anzug und das tägliche Heiligungsgebet Kaddisch würde dazugehören. Wie damals, vor ihrer Auswanderung aus dem bayerischen Rimpar im Jahre 1844, oder wie noch beim Ableben der Firmengründer Henry, Emanuel und Mayer.

lehman3brothers2660Massini fasst dies historisch genau, aber poetisch frei in ein Epos, in ein Langgedicht freier Rhythmen ohne bezeichnete Rollenzuweisung für das Theater. … Als Familiensaga mag man "Lehman Brothers" nicht bezeichnen. Vor allem nicht, wenn man im Hinterkopf den legitimen Vergleich mit den "Buddenbrooks" bemüht. Denn allzu zwischenmenschliche Beziehungen spielen schon in der Gründerzeit nur eine marginale Rolle und verschwinden unter dem Effizienzdiktat des fortschreitenden 20. Jahrhunderts ganz. Massini kam es offensichtlich vor allem darauf an, die subtilen und in zyklische Apokalypsen führenden Mechanismen kapitalistischer Expansion exemplarisch darzustellen. Nicht wie Marx, nicht im Stil einer Vorlesung, sondern entlang der handelnden Personen.

lehman3brothers2539Wenn die Bühne einmal mehr Olaf Altmann anvertraut wurde, durfte man reduzierte, klare Formen mit opulentem Symbolgehalt erwarten. Die Bühne liegt bis zum Sternenhimmel komplett frei, mit einfachen, aber wirksamen Licht- und Schatteneffekten belebt, von ganz hinten aus dem Nichts treten die Akteure auf. Auf Höhe des eisernen Vorhangs aber dominiert eine monströse Mechanik, ein Rad mit drei Speichen, das sich bei der ersten, leitmotivischen Erwähnung der "Spieluhr" des Lebens zu drehen beginnt, zugleich Riesenrad, Ölförderpumpe, Hammer und Sichel und mehr assoziieren mag. Im Erfolgstaumel der Nachkriegsjahre erreicht die Drehzahl schwindelerregende Werte.

lehman3brothers2626Aus dem in einer Vielzahl von Rollen agierenden Köln-Dresdner Ensemble schälen sich Figuren heraus, die jeweils einen der drei Teile der Inszenierung dominieren. Der erste beispielsweise wäre ohne die Cholerik von Torsten Ranft als Emanuel möglicherweise etwas zäh geraten. Mit Jörg Ratjen als Philip beginnt der Abschied von den Patriarchen, Simon Kirsch braucht nur wenige Auftritte, um den eiskalten Trader und Flegel Glucksman zu markieren. Philipp Lux zeigt die bekannte köstliche Vielseitigkeit, bleibt am Ende als Bobbie in nachhaltiger Erinnerung.

Sie alle werden überlebt, wirken plötzlich wie Epigonen, geben zeichenhaft beim Sterben ihre Maßanzüge ab. Das Räderwerk aber dreht sich auch nach dem letzten, mit schmerhaftem Flashlight angedeuteten Crash weiter. Faites vos jeux! Das aufmerksame Premierenpublikum hatte verstanden und applaudierte lange." (Michael Bartsch, Nachtkritik)

 

"Stefan Bachmann setzt bei der deutschsprachigen Erstaufführung von Stefano Massinis epischem Stück auch, aber nicht nur auf dessen komisches Potenzial. …

lehman2brothers1073…Ohne feste Rollenzuschreibungen entfaltet der vorwärts eilende, von rhythmischem Atem getriebene Text die Story als Wechselrede – mehr Kanon als Dialog – verschiedener Erzähler, die nur selten in der Ich-Form sprechen. Formidabel, mit welch schalkhaftem Charme das Männer-Septett in Dresden die Balance zwischen Epos und Comicstrip hält.

…Schlank und elegant, wie sie ( die Inszenierung) ist, tönt sie generell lieber an, als dass sie zum dicken Pinsel griffe. Ob kommentierend, referierend oder sogar spielend, nie vergisst sie das Augenzwinkern. Und niemand muss mimetisch in einer Figur aufgehen. …

…So geht's im Turbo-Tempo durch die Ökonomie, bis zum Crash von 1924. Das Aus bedeutet er noch nicht – Bobbie übernimmt, der mondäne Gründer-Enkel, den Philipp Lux als schlaksigen Twist-Tänzer durch die Weltwirtschaftskrise kurven lässt. Mit der Trading-Abteilung schafft er dann allerdings die ultimative Voraussetzung für den Untergang. … Aus über zweihundert Seiten hat Stefan Bachmann eine Strichfassung erstellt, die ganz auf den «Aufstieg und Fall einer Dynastie» des Untertitels fokussiert. (NZZ, Barbara Villiger Heilig)

 

"Vom American Dream zum Albtraum… Interessant ist nicht nur, wie sich im Zeitraffer Geschäftsgebaren, Gewinnerwartungen und Risikobereitschaft wandeln. Plausibel wird auch der damit zusammenhängende moralische Wertewandel." (Dresdner Morgenpost)

 

"Das unaufhaltsame Wachstum des Nichts....

Massini kam es offensichtlich in erster Linie darauf an, die subtilen und in zyklischen Katastrophen führenden Mechanismen kapitalistischer Expansion exemplarisch darzustellen. Nicht wie Marx, nicht im Stil einer Vorlesung, sondern entlang der handelnden Personen." (Dresdner Neueste Nachrichten)

 

"Gefangen im Räderwerk.... Pausenlos wird gekauft, verkauft, verliehen, gewonnen, verloren. Der Götze Geld regiert die Welt. Das zeigt die Inszenierung bildstark und mit viel Witz. Es wird eine Ahnung vermittelt, wie es zum Kreislauf von Krieg, Krisen und Katastrophen kommt." (Sächsische Zeitung)

 

....zur Premiere am 18. März 2017 am Schauspiel Köln:

 

„Im Kölner Schauspielhaus feiert das Stück über die Finanzkrise eine grandiose Premiere. Lehman Brothers - Aufstieg und Fall einer Dynastie gehört sicherlich zum Besten, was dem Theater bislang zur Finanzkrise eingefallen ist. Der Mailänder Autor und Theaterleiter Stefano Massini hat den Text nach akribischen Recherchen über die Familiengeschichte als episches Langgedicht verfasst. Es ist die Geschichte der echten Menschen, die hinter jenem Unternehmen standen, dessen Insolvenz 2008 die Weltwirtschaft und ihr Finanzsystem in eine Krise gestürzt hat, deren Auswirkungen bis heute zu spüren sind.“ (RP online, Max Florian Kühlem)

 

“…Ihr Hochmut und auch ihr Fall hat wenig bis nichts mit dem Ursprunggedanken der Lehman Brüder zu tun. Mayer verstummt, als es keine Handelsware mehr gibt, die er zählen kann. Geld, das aus Geld entsteht – das ist ihm zu abstrakt. Massini entwickelt die epische Form eines in freien Versen sprechenden Theaters aus Szenen, Episoden, Begegnungen, das die Figuren ironisch anschneidet, sie zwischen Bericht, Kommentar und Dialog springen lässt und die Dynamik des Geschehens in schnellen Schritten und Schlaglichtern erfasst. So erzählt die Legende der Lehman Brothers beispielhaft von Menschen, denen, auch wenn sie ihren Traditionen treu bleiben, ihre Wurzeln und Werte abhandenkommen, von Anpassungsdruck und Assimilation, von Geschäften, die anonymer und spekulativer werden, von einem Finanzmarkt kommt, der sich abgekoppelt von der Realwirtschaft. Die Geschichte vom Tuchhändler Henry Lehmann und seiner Nachfahren verdichtet Massini zu einer Parabel über die Endstofflichkeit der Welt.“ (FAZ 21.03.2016 Andreas Rossmann)

 

 

....und das sagte die Presse zur Österreichischen Erstaufführung in Linz:

 

Lehman Linz 4459„Stefano Massini zeichnet in „Lehman Brothers“ den Aufstieg und Fall dieser Dynastie nach. Viereinhalb intensive Theaterstunden in der Linzer Schauspielarena. Ein Erlebnis!“ (Kronenzeitung)

 

„Gelungene und lange Premiere von „Lehman Brothers“. Hüster hat eine faszinierende Inszenierung, die selbst ob ihrer Komplexität verständlich bleibt, in die karge Arena des Schauspielhauses gestellt.“ (Neue Volksblatt)

 

„Der Abend kommt im zweiten Teil in Bewegung, als sich die Gier wie ein Partyrausch aufbläht. Die Welt ist wie diese Familie – das ist der Subtext, den die Schauspieler in wechselnd zugeordneten Rollen und gleichsam als Erzähler vermitteln…. Jetzt geht’s erst richtig los – bis sich alles in Sebastian Hufschmidts gigantischem Schlussmonolog erschöpft, in dem alle dann doch ausgetanzt haben. Sogar die Lehmans – unter langem Applaus und vielen Bravos für die Darsteller.“ (OÖ)

 

 

...und das sagte die Presse zur Schweizer Erstaufführung in Luzern:

 

„Der Sound von Freiheit und Abenteuer“…. Gäbe es Ratings für Theaterinszenierungen, diese hätte AAA verdient." (Neue Zürcher Zeitung)

 

„Der Regisseur Matthias Kaschig inszeniert diese Saga dicht- und spannungsvoll. Das ergibt drei Stunden packendes Erzähltheater. Die Schweizer Erstaufführung eines Stückes, das womöglich klüger ist als unsere Vorurteile.“ (Radio SRF 2 Kultur)

 

Brisanter Stoff als unterhaltsames Schauspiel inszeniert: Das Luzerner Theater zeigt Stefano Massinis Stück "Lehman Brothers“ (Neue Luzerner Zeitung)

 

 

…und das sagte die Presse zu der Produktion des Niedersächsischen Staatstheaters Hannover:

 

lehman brothers 020 Hannover"….die LEHMAN BROTHERS in einer fulminanten Inszenierung am Schauspielhaus. Stefano Massini erzählt die Entwicklung von kleinen Unternehmern zu Bankmagnaten in Form eines Langgedichtes mit freien Rhythmen. Der Autor spielt auch mit dem Widerstreit zwischen Tradition und Moderne, mit den Fragen nach Wertsteigerung und Werteverlust. Lange nicht mehr hat das Theater eine solche Freude bereitet. Wäre das Schauspielhaus ein Aktienunternehmen, es wäre an diesem Abend erheblich im Dax gestiegen. Das Publikum zählte in der einzig wahren Währung der Theaterwelt, mit lang anhaltenden Applaus." (Hannoversche Allgemeine Zeitung, 17.05.2016)

 

"So klug und unterhaltend kann Bühnenkunst sein. Baruch Haschem. Gott sei Dank. Fünf Sterne." (Neue Presse, 18.05.2016)

 

 

...und das sagte die Presse zu der Premiere am Residenztheater München:

 

Lehman 04 Foto Pohlmann„Massini erklärt nicht die Hybris einer wahnsinnig gewordenen Bank. Nein, er schreibt 250 Seiten Familiengeschichte mal trocken erzählen, mal poetisch überhöht, aber stets in einem kaum versiegenden Fluss. Sein Stück ist ein Historiengemälde, akribisch recherchiert, gute Unterhaltung. Der Regisseur Marius von Mayenburg, selbst ein geschickter Dramatiker, nimmt den Stoff als Anleitung zu einer über weite Strecken wunderbaren Theaterbastelei. Aber wie Mayenburg mit einem fabelhaften Instinkt für Timing und Rhythmus amerikanische Gründerzeit beschwören lässt, das macht großen Spaß. Die Schauspieler liefern ein erstaunlich klassisches Ergebnis, sie verlieren mehr und mehr die Rituale jüdischen Glaubens und schon in der zweiten Generation weiß nur noch einer, wo Rimpar liegt. Der szenische Entwicklungsroman eines Kontinents ist durchsetzt mit Wagner-, Film- und explodierende Live-Musik, die Sechs können an diesem Abend scheinbar alles.“ (Süddeutsche Zeitung)

 

„Mayenburg inszeniert schnell und sprühend vor Ideen. Dem Ensemble gelingt es scheinbar mühelos, die unzähligen Charaktere aus 170 Jahren durch kleinste Gesten lebendig werden zu lassen.“ (Nachtkritik)

 

Lehman 05 Foto Pohlmann„Die bewegende Geschichte der von deutsch-jüdischen Einwanderern gegründeten Investmentbank wurde von Regisseur Marius von Mayenburg mit viel technischem Aufwand auf die Bühne gebracht. Viel Applaus für eine Lektion in Wirtschaftsgeschichte.“ (Münchner Merkur)

 

„Doch mancher Satz bleibt hängen: “So tun, als wenn alle alles kaufen können“. Das zentrale Versprechen der Konsum- und Finanzkapitalisten, dass sich Geld ohne Risiko quasi von selbst vermehrt und jeder davon profitieren kann, diese Verheißung des Paradieses für alle hat sich als gigantischer Betrug herausgestellt.“ (Südwestpresse online)

 

Lehman 14 Foto Pohlmann„Mit einer Collage aus Narration, Spielszenen, animierten dokumentarischen Fotos und Filmsequenzen entführt Mayenburg uns auf eine Reise durch die amerikanische Geschichte und schüttelt dabei eine Wundertüte voller schöner Regieeinfälle aus....

Eingebettet in die Geschichte dreier Generationen, scheinen bei Massini die ökonomischen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts auf, der Bedeutungsverlust realer Güter, die Entkoppelung der Profite von der wirtschaftlichen Realität, die Entstehung einer phantastischen Parallelwirklichkeit der reinen Zahlen, die grenzenlosen Gewinn ohne Arbeit verspricht.“ (Neue Zürcher Zeitung)

    

Fotos Produktion Dresden © David Baltzer

Fotos Produktion Linz © Jakob Schnetz

Fotos Produktion Hannover © Katrin Ribbe

Fotos Produktion München © Andreas Pohlmann

 

  

Aufführungsgeschichte

 

UA 08. Oktober 2013 Comédie de St.-Etienne in Koproduktion mit Théâtre du Rond-Point, Paris, Regie Arnaud Meunier

Italienische EA 29. Januar 2015 Piccolo Teatro Grassi di Milano, Regie Luca Ronconi

DSE Koproduktion Dresden-Köln: 05. Juni 2015 Staatsschauspiel Dresden / 18.März 2016 Bühnen der Stadt Köln, Regie Stefan Bachmann

Österreichische Erstaufführung 12. März 2016 Landestheater Linz, Regie Henri Hüster

Schweizer Erstaufführung 15. April 2016 Luzerner Theater, Regie Matthias Kaschig

Niedersächsisches Staatstheater Hannover 14. Mai 2016, Regie Florian Fiedler

Residenztheater München 29. Juni 2016, Regie Marius von Mayenburg

Wolfgang Borchert Theater Münster 06. Oktober 2016, Regie Tanja Weidner

Theater Lübeck 25. November 2016, Regie Gernot Grünewald

Theater Regensburg, 04. Februar 2017

ETA Hoffmann Theater Bamberg, 26. Januar 2018

Theater Baden-Baden, 27. April 2018

 

 

 

lehman-trilogy milano2Die italienische Erstaufführung: Das Mailänder Piccolo Teatro Grassi führte LEHMAN TRILOGY in der Regie von Luca Ronconi auf.

 

und das sagte die Presse zur italienischen Erstaufführung:

 

"Wie ein moderner Brecht." La Stampa

 

„Der Lehman-Crash gehörte zu den Auslösern einer globalen Finanzkrise, deren Folgen bis heute spürbar sind. Aus dem Stoff hat Stefan Massini das Bühnenwerk „Lehman Trilogy“ gemacht. Der 39 jährige Florentiner gilt als wichtiger Autor des italienischen Gegenwartstheaters. …Ronconis Mailänder Inszenierung entwickelt aus der Vorlage eine Vielzahl von Handlungsströmen und Situationen, die sie mit Sinn für Komik meisterhaft zum Ganzen formt. …Ronconi nennt die Vorlage „fast wagnerisch“, wenn sich aus dem „Rheingold eines negriden Alabamas“ unausweichlich die „Götterdämmerung der Indices von Wall Street“ entwickle. Es gibt keine Botschaft, der Kapitalismus ist weder gut noch böse – er ist. So erfolgreich wie „Lehman Trilogy“ in Mailand läuft – bis Mitte März fast alle Vorstellungen ausverkauft –wird das Stück nicht nur in Italien Karriere machen.“ Süddeutsche Zeitung

 

„Ein Stoff, aus dem die Albträume sind: Aufstieg und Fall der Lehman-Dynastie zeigt Luca Ronconi als Epos, das den American Dream mit Witz und Detailfreude erzählt – fast bis zum bösen Ende.

Stefano Massini hat drei Jahre Recherche in sein Opus gesteckt, sich aber die Freiheit bewahrt, mit Phantasie nachzuhelfen: Es erinnert mehr an einen historischen Roman als an Doku-Theater. Genrehafte Vignetten – Auseinandersetzungen unter den Brüdern, von denen jeder, mit Witz und Ironie, seinen spezifischen Charakter offenbart – ergänzen die grossen Linien der verbürgten Historie.

Ronconi setzt den narrativen Duktus der Vorlage raffiniert um. Die Story offeriert alles, was das Theaterherz begehrt: Zahlen und Fakten, dramatische Spannung – und nicht zuletzt reichlich Poesie.“ NZZ

 

 

Lehmann1Die Französische Erstaufführung: Der Direktor des Centre Dramatique National de St.-Étienne, Arnaud Meunier, hat die „Lehman Trilogy“ im Oktober 2013 als Koproduktion mit den Theatern der Stadt Luxemburg und dem Théâtre du Rond-Point, Paris, in französischer Übersetzung uraufgeführt, dann wurde die Produktion in Paris und Luxemburg gezeigt und erntete auf seiner Tour durch ganz Frankreich begeisterte Kritiken. Nominiert für den Prix Molière 2014

 

„Enorm, tollkühn, nie dagewesen" (La Tribune de Lyon)

 

„Eine amerikanische Familien- und Wirtschaftssaga, großartig von einem jungen italienischen Autor erzählt. Ein Fresko, dessen Erfolg sich außergewöhnlicher Detailkunst verdankt. Und dem imaginären und mythischen Universum, in das die Figuren getaucht sind: das des Judentums vor allem." (Le Monde)

 

„Ein fulminantes Theaterereignis" (Les Échos).

 

Lehmann2„In Paris kommen die Auswüchse der Ökonomie aufs Theater: Großer Erfolg eines jungen italienischen Autors am Théâtre du Rond-Point." (Le Quotidien du Luxembourg)

  

„Bestimmt eine der besten Produktionen dieser ersten Saisonhälfte: Die mitreißende Saga der Lehman Brothers, eine berauschende, außergewöhnlich dahinfließende Symphonie in packender Poesie. Nicht versäumen! Inhaltlich wie formal erweist sich das Werk als beinahe makellos. Intelligent, zugänglich, witzig, subtil, raffiniert. Gehen Sie hin!" (Critique/Paris, Thomas Baudeau)

 

 

  

Massini Foto RahmenStefano Massini, geboren 1975 in Florenz, gehört zu den wichtigsten neuen Autoren des italienischen Theaters. Nach dem Studium der Altphilologie kam er als Hospitant bei Luca Ronconi im Mailänder Piccolo Teatro zur Bühne und wirkte seit 2000 selbst als Regisseur. Seit er sich dem Schreiben zugewandt hat und 2005 gleich den begehrten Premio Pier Vittorio Tondelli gewann, ist die Liste seiner Nominierungen und Preise lang. Zu seinen erfolgreichsten Texten gehört Donna non rieducabile /EINE NICHT UMERZIEHBARE FRAU, ein Stück über Anna Politkovskaja, das auf der ganzen Welt gespielt wird. 2013 erhielt Massini den Premio speciale Ubu für sein dramatisches Werk. Lehman Trilogy wurde im Januar 2015 in Italien am Mailänder Piccolo Teatro in der Regie von Luca Ronconi erstaufgeführt.

 

 

 

 

 

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