Ich habe gelernt, dass das Nicht-Sehen oft die Rettung ist.

 

  

 

 

OCCIDENT EXPRESS1. Web Occident Express Wien

   

 

von

Stefano Massini

  

 

Deutsch von

Sabine Heymann

 

 

Das Stück kann als Monolog oder mit variabler Besetzung gespielt werden

 

ÖEA 08. September 2017 Volkstheater Wien

Regie: Anna Badora

Besetzung: Rainer Galke, Anja Herden, Lukas Holzhausen, Katharina Klar, Sebastian Pass, Henriette Thimig, Jan Thümer, Nadine Quittner, Eva Dorlass, Marlene Hauser, Sophie Reiml, Maren-Sophia Streich, Simon Stadler-Lamisch/Nikolaus Baumgartner

 

DEA 07. Oktober 2017 Schauspiel Köln

 

 

„Ich habe gelernt, dass das das Nicht-Sehen oft die Rettung ist.

Wir leben im Nebel, und das ist ein Glück.

Wenn sich die Augen öffnen, auf einmal, geschieht das aus dem Wunsch heraus, sich wehzutun.

Weil man dann, nur dann alles sieht:

Den Weg, den man hinter sich hat, den Schmerz, den man in sich trägt.

Den Kompass, den man nicht hat und nie gehabt hat.

Nur dann blickt man zurück und man findet nichts mehr, außer der Reise selbst.

Sie ist dein Zuhause geworden.

Du selbst bist zu deiner eigenen Reise geworden.“

 

 

4. Web Occident Express WienIm Jahr 2015 begibt sich eine alte Frau aus Mossul, Haifa, gemeinsam mit ihrer vierjährigen Enkelin Nassim auf die Flucht über die Balkanroute nach Europa.

Es soll die einzige und letzte Reise ihres Lebens sein. Sie lässt das vom Krieg verwüstete Land und drei Söhne im Kampf zurück. Über die Türkei, Griechenland, Mazedonien, Serbien, dem Kosovo, Ungarn, die Slowakei und Leipzig gelangen Großmutter und Enkelin schließlich »auf die andere Seite«.

 

Der Text ist das poetische Porträt einer mutigen Frau, die vorangetrieben vom unbändigen Wunsch nach Leben einen fast unmöglichen Weg beschreitet. Dies ist ihre unglaubliche Geschichte.

 

 

Und das sagte die Presse zur ÖEA in Wien:

 

"Regisseurin Anna Badora eröffnet die Spielzeit des Volkstheaters mit Soeren Voimas Fassung von Iphigenie in Aulis. Gekoppelt hat sie das Stück an ein Werk von heute: Occident Express von Stefano Massini. […] Es ist kein geringer dramaturgischer Schachzug, diese beiden Texte zusammenzuführen, sie ineinander zu spiegeln, die Kriegsgier mit den Kriegsfolgen zu konfrontieren. […] Nach der Pause startet dasselbe Team mit Occident Express in ein abenteuerliches Erzähltheater, in dem sämtliche Schauspielerkörper die Torturen der Flucht anschaulich erleiden." (DER STANDARD)

 

8. Web Occident Express Wien"Es wird atemlos, mit einfachen Mitteln, eine spannende Geschichte erzählt. Haifa, eine alte Frau, die dem Massaker in Mossul entkommen ist, wird zum Zeichen der Hoffnung. Sie ist das Kraftzentrum von sieben Flüchtlingen, die in Europa Schutz suchen. Die hält nichts und niemand auf." (DIE PRESSE)

 

"Die Opfer von heute tragen keine Namen, sie sind entindividualisiert, werden wie Tiere behandelt. […] Sie sind nur so viel wert, wie sie Dollars besitzen. […] Ein herausragender, heftig umjubelter Start." (Salzburger Nachrichten)

 

"Es sind Haifas ganz persönliche Schilderungen, in der sich der ganze Schrecken und die persönliche Verarbeitung desselben verdeutlichen.“ […] Darin liegt auch die Stärke von Massinis Text, der sich auch nicht davor scheut, die Grausamkeit der flüchtenden Menschen aufzuzeigen, wenn es darum geht, ihre eigene Haut zu retten." (European Cultural News)

 

10. Web Occident Express Wien"Massini enttarnt einerseits die kollektiv-westliche Vorstellung von Flüchtlingen, andererseits den von staatlichen Stellen und NGOs nach der jeweiligen Befindlichkeit und den jeweils anderen Beweggründen gewobenen Flüchtlingsmythos." (Mottingers Meinung)

 

 

 

 

 

Fotos ©www.lupispuma.com / Volkstheater

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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