TUT UNS LEID, tut uns leid 2k c jochen quast

 

DASS WIR NICHT

 

IM MEER ERTRUNKEN SIND

   

(Scusate se non siamo morti in mare)

 

       

Stück von

  

EMANUELE ALDROVANDI

 

      

Deutsch von Sabine Heymann

   

1 D, 3 H / var. Dek.

     

      

UA 22. Februar 2016 Teatro delle Cooperativa. Milano

Ausgezeichnet: Premio Riccione “Pier Vittorio Tondelli” 2015
Spettacolo finalista Premio Scenario 2015

  

DSE 12. Juni 2021 Theater für Niedersachsen, Hildesheim

 

       

In einer nicht allzu fernen Zukunft: Europa ist zu einem Emigranten-Kontinent geworden, aus dem die europäischen Staatsbürger auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben massiv herausdrängen. Für 2000 Dollar lassen sich zwei Frauen und ein Mann von einem Schlepper in einen Container verfrachten, der sie übers Meer bringt. Irgendwohin. Doch einem fehlt Geld und er fordert es immer wieder von dem anderen Mann ein. Die Überfahrt verläuft zunächst gut, „Alltag“ setzt ein und die Flüchtlinge versuchen sich zu arrangieren. Doch dann kentert das Schiff und der Container treibt alleine auf offener See. Nun gilt es zu überleben, doch bis auf die vier Lebewesen gibt es weder Nahrung noch Flüssigkeiten.

   

Wie weit ist der Einzelne bereit zu gehen, um sein Leben zu verlängern, sei es auch nur für wenige Minuten? Was ist er bereit dafür zu tun, ab wann gelten Moral und Menschlichkeit nicht mehr?

    

       

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..und das sagte die Presse zur UA in Mailand:

    

„Mit 20 Jahren hat er schon jeden Preis gewonnen, den man bekommen kann. Er ist, wie man sagt, ein junger Mann, den man im Auge behalten sollte, Emanuele Aldrovandi, dessen neues Stück zeigt, dass die brillante und paradoxe Ader, die schon in seinen früheren Werken zu sehen war, nicht nur ein nonchalantes Talent ist, sondern ein neuer und verstörender Blick auf die Realität.

In einer Art dystopischen Science-Fiction, übertrifft Aldrovandi die Wirklichkeit, indem er sich vorstellt, dass die Menschen auf der Flucht drei Bürger eines Europas sind, das inzwischen in Trümmern liegt. Sie sind namenlose Wesen, auf einer zweiten Reise der Hoffnung. Sie sind nah am Betrachter: nicht verzweifelt aus der Dritten Welt, sondern ein Spiegel von uns. Das Stück verwebt die Beziehungen zwischen den vier Personen mit schnellen, sitcomartigen Dialogen zu einer Handlung, die zu apokalyptischen und übernatürlichen Visionen führt... Der rächende Wal, mächtiges biblisches und literarisches Symbol in einer schwindelerregenden Osmose zwischen Realismus und Mythos." (La Republica, Milano)

    

 

          

Emanuele Aldrovandi wurde 1985 in Reggio Emilia geboren. An der Universität Parma studierte er Literaturwissenschaft und Philosophie. Er erhielte eine Autorenausbildung an der Civica Scuola di Teatro Paolo Grassi (Mailand). Seitdem schreibt er Theatertexte, für die er zahlreiche hochkarätige Preise und Auszeichnungen erhielt (u.a. Premio Hystrio 2015, Premio Riccione „Tondelli“ 2013, Premio Fersen 2013, Premio Pirandello 2012), die von kleineren Theatern in Italien und in Spanien (Barcelona) auch aufgeführt wurden. Mit seinen Stücken hat sich Aldrovandi in Italien schnell den Ruf eines sehr ernstzunehmenden Nachwuchsautors erworben, dessen Stücke die Tradition des etwa zehn Jahre älteren, europaweit bekannten Dramatikers Fausto Paravidinos weiterschreiben.

     

    

Fotos: Produktion tfn © Jochen Quast

   

 

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