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LEHMAN BROTHERS.

Aufstieg und Fall einer Dynastie

 

(Lehman Trilogy • I Capitoli del Crollo)

 

Stück von

STEFANO MASSINI

 

Deutsch von Gerda Poschmann-Reichenau

var. Besetzung / var. Dek.

Ital. EA 29. Januar 2015 Piccolo Teatro, Mailand, Regie Lucca Ronconi

DEA 05. Juni 2015 Staatsschauspiel Dresden in Koproduktion mit dem Schauspiel Köln

Pr. 31. Januar 2020 Vaganten Bühne, Berlin

 

„Lehman Brothers“ – der Name gilt seit 2008 als Inbegriff von Zusammenbruch, Insolvenz, Finanzkrise. Doch wer kennt die Geschichte dieser mächtigen US-amerikanischen Investmentbank, die Menschen hinter diesem Label, das zum Mythos des Zusammenbruchs geworden ist?

 

Am 11. September 1844 setzt ein Jude aus Rimpar in Bayern seinen Fuß in das gelobte Land Amerika. Es ist Heyum Lehmann, der mit Betreten der neuen Welt ein neuer Mensch wird: Henry Lehman, denn in Amerika ist alles anders. Er ­eröffnet ein winziges Stoffgeschäft in Montgomery, Alabama, wohin ihm bald seine beiden Brüder folgen. Auf dem Ladenschild „Henry Lehman Tuchwaren und Kleidung“ steht deswegen bald schon „Lehman Brothers“. Schnell und immer schneller und bald in schwindelerregende Höhen wächst der Familienbetrieb. Vom Baumwollhandel über die Investition in andere Geschäftszweige bis zum Giganten an der Wall Street – aus dem Tuchladen wird ein Finanzimperium. 2008 brach die amerikanische Bank „Lehman Brothers“ zusammen und läutete den Kollaps des Finanzmarktes ein. Sie steht für das Platzen der Spekulationsblase, die Gier der Banker und den Beginn einer weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise, die die Welt bis heute erschüttert.

 

 

 

DER DRESSIERTE MANN

 

Komödie

von

JOHN VON DÜFFEL

 

nach dem gleichnamigen Bestseller von

ESTER VILAR

 

3 D, 1 H / 1. Dek.

UA 2011 Theater an der Kö, Düsseldorf

Pr. 31. Januar 2020 Theater im Gärtnerviertel, Bamberg

 

Als Helen den Posten bekommt, auf den Bastian spekuliert hatte, gerät ihre Beziehung in die Krise. Sie ringt darum, eigene Ambitionen, Bastians Stolz und Kinderwunsch zu versöhnen, als beider Mütter auftreten, Radikalemanze und Zahnarztgattin. Pragmatisch entwickeln die Frauen weibliche Strategien fürs 21. Jahrhundert. Die Bühnenversion des Bestsellers dreht den Spieß der Emanzipation ein weiteres Mal um.

 

John von Düffel dreht in seiner Bühnen-"Coverversion" des Vilar-Bestsellers den Spieß der Emanzipation ein weiteres Mal um. Ihre Thesen sind das Fundament für den Ring, in dem er die Kinder der militanten Feministinnen und schnurrenden Luxusweibchen von damals aufeinander loslässt, wobei die Mütter leidenschaftlich coachen.

 

 

 

      

MÄNNER

     

Ein Fußball-Liederabend von

FRANZ WITTENBRINK

     

1 D, 8 H Var. Dek.

Pr. 28. Februar 2020 Pfalztheater Kaiserslautern

       

Wann ist ein Mann ein Mann? Wo darf er ungebremst seiner Freude und seinem Weltschmerz freien Lauf lassen? – Der enttäuschende Ausgang eines Fußballspiels stürzt acht Fans des Ortsvereins unversehens in eine elementare Sinnkrise. An einer Bierbude entladen sich verdrängte Sehnsüchte, seelische Verletzungen und geheime Ängste der­jenigen, die sich permanent auf dem Prüfstand weiblicher Erwartungshaltungen begreifen: Wie kann man nur gleichzeitig machohafter Draufgänger und zartfühlender Beschützer sein, einen Hang zu rauer Lagerfeuer-und Abenteuerromantik aufweisen und dabei die Sensibilität eines Vergissmeinnichts ausstrahlen? Der Bierkiosk wird zum Ort männlicher Seelenentblößung. Durch die Musik von Peter Maffay, Joe Cocker, den Rolling Stones, Heintje oder Altmeister Mozart u. a. werden aus teddyknuddelnden Muttersöhnchen und verklemmten Verlierertypen Heldenbaritone, „Sexmachines“ und wilde Tiger.

 

 

 

DIE VEREINIGTEN STAATEN VON AMERIKA

GEGEN HERBERT NOLAN

(Stato contro Nolan)

 

Stück von

STEFANO MASSINI

  

Deutsch von Sabine Heymann

Variable Besetzung / Einheitsdek.

DSE 12. März 2020 Schauspielhaus Bochum

  

(Der Text ist als Erzählung der zehn Geschworenen angelegt, die auch die Rollen der handelnden Personen übernehmen. Er kann aber in jeder möglichen Form aufgeführt werden, als Monolog, oder mit nur 2 oder mehr Schauspielern ebenso wie mit 20 Personen.)

Das Gerichtsverfahren, von dem Massini erzählt, geht auf einen Wirtschaftsstrafprozess zurück, der vor einem amerikanischen Gericht der Nachkriegszeit tatsächlich verhandelt wurde, und das Studium der Prozessakten hat den Autor derart beeindruckt, dass er beschloss darüber zu schreiben, da in unserer Gesellschaft nur wenige Themen so entscheidend sind, wie die dort verhandelten.

In einer abgelegenen ländlichen Provinz wird der Mord an einem Landstreicher von der Lokalzeitung genutzt, um die schlimmsten Ängste der Bürger zu entfachen und um sie damit möglicherweise zum Kauf von Schusswaffen zu bewegen. Der Wirtschaftsstrafprozess, in dem sich Staatanwalt Bernard Miles und der Rechtsanwalt Sigmund Nathan gegenüberstehen, ist sehr heikel: Wurden Steuern auf Werbung hinterzogen, da es sich nicht um reine journalistische Berichterstattung, sondern um eine geplante Kampagne zum Verkauf von Waffen handelte? In einer Debatte ohne Grenzen, mit kontinuierlichen Umstürzen, werden Zeugen vorgeführt und gegensätzliche Wahrheiten analysiert. All dies - in einem unheilvollen theatralischen Mechanismus - wird von den zehn Geschworenen der Jury subjektiv erzählt, die aufgerufen sind, sich mit wichtigen aktuellen Themen wie Angst, der Macht der Medien und der Ausbeutung der Realität zu beschäftigten und damit tiefer denn je an die Wurzeln ihrer Zugehörigkeit zu einem demokratischen Staat zu gehen.

 

 

 

 

7 MINUTEN 

BETRIEBSRAT

(7 Minuti • consiglio di fabbrica)

 

Stück von

STEFANO MASSINI

  

Deutsch von Sabine Heymann

11 D / Einheitsdek.

Pr. 02. April 2020 Deutsches Nationaltheater, Weimar

  

Ein altes und ruhmreiches Textilunternehmen wird von einem multinationalen Unternehmen aufgekauft. Es scheint, dass sie keine Entlassungen unter den beschäftigten Arbeitnehmern vorbereiten, diese können aufatmen. Aber es gibt eine kleine Klausel in einer Vereinbarung, die der neue Eigentümer vom Betriebsrat unterzeichnen lassen will. In einem Raum eingeschlossen, diskutieren elf Frauen, um zu entscheiden, ob sie die Kürzung der Mittagspause um sieben Minuten akzeptieren. Sieben Minuten scheinen wenig und die Delegierte des Verwaltungsrates der Fabrik ist die Einzige, die von Anfang an Zweifel hat. Aber nach und nach schaltet sich jede der Frauen in die Debatte ein, und jede blickt öffentlich auf ihr Leben zurück, bevor sie zu einem Entschluss kommt.

Das Stück basiert auf einer wahren Begebenheit in einer französischen Fabrik. Es geht um die Arbeit, die dort arbeitenden Frauen, ihre Rechte, und was elf Arbeiterinnen eine Stimme und Seele verleiht, die sich Sorgen um die Zukunft und um die ihrer Kinder machen. Es geht um die Wut, die prekäre Arbeitssituationen auslösen kann sowie die Angst, in der die Masse der abhängig Beschäftigten auf der Welt heute leben.

 

 

 

SEIN ODER NICHTSEIN

(To Be or Not to Be)

 

Komödie von

NICK WHITBY

 

Nach dem Film »To Be or Not To Be«,Regie: Ernst Lubitsch,

Drehbuch: Edwin Justus Mayerund Melchior Lengyel

 

3 D, 9 H / var. Dek.

Pr. 31. Mai 2020 Theater Lüneburg

Pr. 17. Juli 2020 Schlossfestspiele Ettlingen

 

1939: Am Polski Theater in Warschau steht man unmittelbar vor der Premiere eines neuen Stückes. Als die deutsche Invasion voranschreitet, wird das Theater von den Nazi-Zensoren geschlossen, der Truppe stehen düstere Zeiten bevor. Aber als ein junger Bomberpilot sie um ihre Hilfe bittet, einen Spion zu fangen, was sollte eine Gruppe von Schauspielern wohl machen?

Eine wunderbare schwarze Komödie.

 

 

 

MONSIEUR CLAUDE 

UND SEINE TÖCHTER

(Qu’est-ce qu’on a fait au Bon Dieu?)

 

Komödie nach dem gleichnamigen Film von

PHILIPPE DE CHAUVERON und GUY LAURENT

 

für die Bühne adaptiert von

STEFAN ZIMMERMANN

 

6 D, 7 H / var. Dek.

UA 08. September 2016 Kammerspiele des Theaters in der Josefstadt, Wien

Pr. 31. Mai 2020 Landestheater Dinkelsbühl

Pr. 13. Juni 2020 Freilichtbühne Mannheim e.V., Mannheim

 

Monsieur Claude und seine Frau Marie haben vier schöne Töchter. Familientraditionen machen sie glücklich. Erst als sich drei ihrer Töchter mit einem Muslim, einem Juden und einem Chinesen verheiraten, geraten sie unter Anpassungsdruck. Der raue Wind der Globalisierung macht jedes gemütliche Familienfest zum interkulturellen Minenfeld.

Musik in den Ohren der Eltern ist da die Ankündigung der jüngsten Tochter, einen französischen Katholiken zu heiraten. Doch als sie ihrem vierten Schwiegersohn, dem schwarzen Charles, gegenüberstehen, reißt Claude und Marie der Geduldsfaden, ihr Toleranzvorrat ist restlos aufgebraucht. Doch auch Charles' Familie ist nicht erbaut über diese Partie. Notgedrungen lassen sich die Eltern auf ein Kennenlernen ein. Was folgt, ist ein Gemetzel der nationalen Ressentiments und kulturellen Vorurteile…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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